Die Zukunft des Campingplatzes in Born a. Darß bleibt weiterhin ungewiss. Trotz der enormen wirtschaftlichen und touristischen Bedeutung des Platzes für die Region gibt es nach wie vor keine rechtssichere Lösung für dessen Betreibung. Die anhaltenden Rechtsstreitigkeiten zwischen der Landesregierung und der Regenbogen AG verschärfen die Situation weiter – mit gravierenden Folgen für die Belegenheitsgemeinde, die regionale Wirtschaft und das touristische Image Vorpommerns.
„Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern unter Leitung von Minister Dr. Till Backhaus sowie die ihm nachgeordnete Stiftung für Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern agieren in dieser Angelegenheit völlig unprofessionell. Anstatt eine Lösung zu erarbeiten, eskaliert die Landesregierung den Konflikt weiter,” kritisiert Mathias Löttge, Vorsitzender der Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen, Freie Wähler und Für Rügen im Kreistag Vorpommern-Rügen.
Ein weiteres Beispiel für das planlose Vorgehen des Ministeriums sei die jüngste Gesprächsrunde bei Minister Backhaus. Statt alle Beteiligten an einen Tisch zu holen, wurde die Regenbogen AG als langjähriger Betreiber des Campingplatzes kurzerhand ausgeladen. „Es ist völlig inakzeptabel, dass ein so entscheidendes Gespräch geführt wird, ohne dass alle Betroffenen daran teilnehmen können. Das zeigt einmal mehr, dass es nicht um Lösungen geht, sondern um eine einseitige Machtdemonstration der Landesregierung,” so Löttge weiter.
Noch immer gibt es keine endgültige Klärung, ob das Vergabeverfahren überhaupt rechtssicher durchgeführt wurde. Diese Hinhaltetaktik führt zu massiven Unsicherheiten und verursacht erhebliche Schäden: Die Gemeinde Born a. Darß verliert dringend benötigte Einnahmen, wirtschaftliche Existenzen sind bedroht, und das Image der gesamten Urlaubsregion leidet unter der anhaltenden Hängepartie.
„Diese Art des Regierungshandelns ist unverantwortlich. Es braucht endlich Klarheit, damit der Campingplatz eine sichere Zukunft hat. Die Menschen in der Region haben ein Recht darauf, dass ihre Anliegen ernst genommen werden – anstatt sie durch bürokratische Willkür in wirtschaftliche Unsicherheit zu stürzen,” fordert Löttge.
Die Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen, Freie Wähler und Für Rügen fordert die Landesregierung auf, endlich für eine rechtssichere und nachhaltige Lösung zu sorgen, die den wirtschaftlichen Interessen der Region gerecht wird. Die derzeitige Verweigerungshaltung darf nicht länger auf dem Rücken der betroffenen Gemeinden und Unternehmer ausgetragen werden.
gez.
Mathias Löttge
Fraktionsvorsitzender
gez.
Brunhild Steinmüller
Fraktionsgeschäftsführerin