Die Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen/Freie Wähler/Für Rügen (BVR/FW/FR) kritisiert die geplanten Vollsperrungen der Rügenbrücke im Mai und Juni 2025 aufs Schärfste. Die Ankündigung des zuständigen Straßenbauamtes Stralsund, die zentrale Verkehrsader zwischen Stralsund und der Insel Rügen vom 7. Mai bis 5. Juni sowie vom 11. bis 18. Juni 2025 voll zu sperren, sorgt für Unverständnis und massiven Widerstand.
Fraktionsvorsitzender Mathias Löttge macht die Tragweite der Entscheidung deutlich:
„Die Rügenbrücke ist das Herzstück der Verkehrsanbindung zwischen Stralsund und Rügen. Diese wochenlange Sperrung zur Hauptreisezeit ist ein Schildbürgerstreich erster Klasse! Es ist unfassbar, dass eine solche Entscheidung ohne Rücksicht auf die massiven Auswirkungen getroffen wurde. Das ist ein harter Schlag für unsere Wirtschaft, den Tourismus und vor allem die Bürgerinnen und Bürger, die auf diese Verbindung angewiesen sind.”
Unvermeidbares Verkehrschaos und wirtschaftliche Schäden
Jörg Burwitz, Mitglied der Fraktion, warnt vor den katastrophalen Folgen:
„Jeder, der schon einmal zur Hauptsaison auf Rügen war, weiß, was das bedeutet: kilometerlange Staus, Wartezeiten von mehreren Stunden und ein Verkehrschaos in Stralsund und auf den Umleitungsstrecken. Anwohner, Pendler und Rettungsdienste werden vor unzumutbare Probleme gestellt.”
Wolfgang Kannengiesser ergänzt: „Rügen lebt vom Tourismus. Mai und Juni sind Hochsaison – Besucher erwarten eine funktionierende Infrastruktur. Wer sich auf stundenlange Staus einstellen muss, überlegt sich zweimal, ob er nach Rügen kommt. Das wird viele Betriebe teuer zu stehen kommen!”
Fehlende Kommunikation und mangelhafte Planung
Die Fraktion kritisiert zudem die unzureichende Kommunikation und Planung des Straßenbauamtes.
„Es kann nicht sein, dass eine solche Maßnahme ohne ausreichende Abstimmung mit der Wirtschaft, den Bürgern und den Kommunen beschlossen wird. Wir fordern eine lückenlose Erklärung, warum genau diese Monate gewählt wurden und welche Alternativen geprüft wurden,” so Löttge.
Die Fraktion fordert, dass die Arbeiten entweder in verkehrsärmere Zeiten verlegt oder so organisiert werden, dass wenigstens eine Spur für den Verkehr offen bleibt. Auch ein Arbeiten in Nachtstunden oder eine abschnittsweise Sanierung müssen geprüft werden.
„Wir akzeptieren keine Antwort nach dem Motto ‚Das muss jetzt so sein”. Hier müssen dringend tragfähige Lösungen her, die nicht auf dem Rücken der Menschen und Unternehmen ausgetragen werden!” so Löttge abschließend.
Forderungen der Fraktion BVR/FW/FR:
- Überprüfung der Sperrzeiten – Arbeiten müssen in verkehrsärmere Monate verschoben oder in weniger belastenden Zeiträumen durchgeführt werden.
- Alternative Baukonzepte – Nachtarbeit, abschnittsweises Vorgehen oder eine Teilsperrung müssen geprüft werden.
- Transparente Kommunikation – Das Straßenbauamt muss nachvollziehbar erklären, warum keine anderen Lösungen möglich sind.
- Einbindung von Wirtschaft und Kommunen – Vertreter aus Tourismus, Wirtschaft und den betroffenen Kommunen müssen in die Planung einbezogen werden.
Die Fraktion wird sich mit Nachdruck für eine Überprüfung der Planungen einsetzen und erwartet umgehend eine Stellungnahme seitens des Straßenbauamtes.
gez.
Mathias Löttge
Fraktionsvorsitzender
gez.
Brunhild Steinmüller
Fraktionsgeschäftsführerin