Natur- und Landschaftsschutz im Einklang mit erneuerbaren Energien – Landkreis Vorpommern-Rügen steht vor entscheidenden Herausforderungen
Die Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen/Freie Wähler/Für Rügen (BVR/FW/FR) im Kreistag fordert eine umfassende Überprüfung der Auswirkungen des Ausbaus erneuerbarer Energien auf den Natur- und Landschaftsschutz im Landkreis Vorpommern-Rügen. Angesichts der geplanten und laufenden Projekte, die den Naturraum der Region betreffen, müssen die negativen Folgen für die lokale Umwelt, insbesondere für seltene Tier- und Pflanzenarten, transparent gemacht und in Einklang mit den Zielen des Umweltschutzes gebracht werden.
Fraktion BVR/FW/FR fordert klare Lösungen für den Natur- und Landschaftsschutz
„Die Region Vorpommern-Rügen zeichnet sich durch ihre einzigartige Natur aus, die für den Tourismus von zentraler Bedeutung ist,” so Mathias Löttge, Fraktionsvorsitzender der BVR/FW/FR. „Deshalb muss der Ausbau erneuerbarer Energien in diesem Landkreis unbedingt mit dem Schutz unserer wertvollen Natur und Landschaft in Einklang stehen. Der Landrat muss hier klare Konzepte entwickeln, die sowohl den Klimaschutz als auch den Schutz unserer Natur sicherstellen.”
Die Fraktion fordert eine genaue Analyse der Auswirkungen von Windparks, Solarflächen und anderen erneuerbaren Energien auf die Natur. Besonders in Hinblick auf die Flora und Fauna sind Fragen zur Verträglichkeit der Projekte mit dem Natur- und Landschaftsschutz unerlässlich. Dr. Carmen Kannengiesser, Sprecherin der Deutschen Umwelthilfe (DUH) hebt hervor: „Es kann nicht sein, dass der Ausbau erneuerbarer Energien zu Lasten unserer letzten natürlichen Rückzugsräume geht. Besonders im Landkreis Vorpommern-Rügen müssen wir sicherstellen, dass der Natur-und Artenschutz ernst genommen wird und keine weiteren wertvollen Lebensräume zerstört werden.”
Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf seltene Tierarten und Naturflächen
„Die Natur in dieser Region ist nicht beliebig ersetzbar,” erklärt Wolfgang Kannengiesser, Mitglied der Rüganer Bürgerinitiative. „Die geplanten Windparks und Solaranlagen gefährden Lebensräume für zahlreiche Tierarten, die in Vorpommern-Rügen beheimatet sind. Es muss garantiert werden, dass der Ausbau erneuerbarer Energien nicht zu einer weiteren Bedrohung für diese Arten führt.”
Die Fraktion BVR/FW/FR fordert daher eine umfassende Umweltprüfung, die alle ökologischen Auswirkungen der geplanten Projekte berücksichtigt. “Wir dürfen nicht die Fehler der Vergangenheit wiederholen, bei denen wirtschaftliche Interessen auf Kosten der Natur durchgesetzt wurden”, so Holger Gutzmann, ebenfalls Mitglied der Fraktion BVR/FW/FR. „Die Bevölkerung muss transparent und umfassend über die ökologischen Folgen informiert werden, bevor die Genehmigungen für neue Projekte erteilt werden.”
Nachhaltiger Ausbau erneuerbarer Energien im Einklang mit der Natur
„Der Ausbau erneuerbarer Energien ist notwendig, um die Energiewende voranzutreiben, aber er darf nicht auf Kosten unserer Natur und Landschaft gehen,” betont Dr. Carmen Kannengiesser. „Besonders in einem Landkreis wie Vorpommern-Rügen, in dem die Natur ein zentrales wirtschaftliches Gut darstellt, müssen wir kreative Lösungen finden, die sowohl die Energiewende als auch den Natur- und Artenschutz berücksichtigen.”
Forderung nach nachhaltigen, umweltschonenden Projekten
„Der Landkreis Vorpommern-Rügen muss sich für eine nachhaltige und umweltschonende Entwicklung der erneuerbaren Energien einsetzen,” fordert Mathias Löttge. „Es muss geprüft werden, wie Windkraft- und Solaranlagen in Einklang mit dem Natur- und Landschaftsschutz betrieben werden können, ohne wertvolle Lebensräume zu gefährden. Der Landrat muss darauf hinwirken, dass dieser Aspekt bei allen geplanten Projekten berücksichtigt wird.”
gez.
Mathias Löttge
Fraktionsvorsitzender
gez.
Brunhild Steinmüller
Fraktionsgeschäftsführerin