Fraktion kritisiert scharf das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern sowie die Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern hinsichtlich der unsicheren Zukunft des Campingplatzes Born bei Prerow.
Die Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen/Freie Wähler/Für Rügen (BVR/FW/FR) äußert erneut deutliche Kritik am Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern unter der Leitung von Minister Dr. Till Backhaus sowie an der unter der Landesregierung stehenden Stiftung Umwelt- und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern (StUN M-V) bezüglich ihres bisherigen Vorgehens zur Sicherstellung einer rechtssicheren Betreibung des Campingplatzes Born bei Prerow. Trotz der Verantwortung dieser Institutionen haben ihre bisherigen Maßnahmen nicht zur Deeskalation der Situation beigetragen, wodurch ein rechtssicherer Betrieb des Campingplatzes weiterhin gefährdet ist.
Insbesondere für die Saison 2025 erscheint ein regulärer Betrieb des Campingplatzes kaum noch möglich. Das bisherige Vorgehen und die öffentliche Berichterstattung zur Problematik haben zu einer erheblichen Verunsicherung der Camper geführt. Der von der Stiftung in Abstimmung mit dem zuständigen Ministerium veranlasste Einsatz eines Gerichtsvollziehers zur Räumung des bisherigen Betreibers, der Regenbogen AG, hat die Situation nicht verbessert, sondern die Eskalation zwischen den Beteiligten weiter verschärft. Die auf dem Campingplatz tätigen Gewerbebetriebe sehen sich in ihrer Existenz bedroht. Zudem befürchtet die Gemeinde Born a. Darß erhebliche Einnahmeverluste durch ausbleibende Kurabgaben und Steuern.
Mathias Löttge, Vorsitzender der Fraktion BVR/FW/FR, äußert sich besorgt über die aktuelle Entwicklung: “Das Ministerium für Klimaschutz, Landwirtschaft, ländliche Räume und Umwelt Mecklenburg-Vorpommern unter Leitung von Minister Dr. Till Backhaus sowie die ihm nachgeordnete Stiftung für Umwelt und Naturschutz Mecklenburg-Vorpommern agieren in dieser Angelegenheit völlig unprofessionell. Anstatt eine Lösung zu erarbeiten, eskaliert die Landesregierung den Konflikt weiter.”
Besonders kritisch sieht Löttge die jüngste Gesprächsrunde bei Minister Backhaus, bei der die Regenbogen AG als langjähriger Betreiber des Campingplatzes nicht einbezogen wurde. “Es ist völlig inakzeptabel, dass ein so entscheidendes Gespräch geführt wird, ohne dass alle Betroffenen daran teilnehmen können. Das zeigt einmal mehr, dass es nicht um Lösungen geht, sondern um eine einseitige Machtdemonstration der Landesregierung,” betont Löttge.
Die Fraktion fordert daher, dass alle Beteiligten kurzfristig an einen Tisch kommen, um mit dem Ziel einer dauerhaften und rechtssicheren Betreibung des Campingplatzes eine gemeinsame Lösung zu suchen. Hierbei trägt das zuständige Landesministerium, welches die Situation maßgeblich verursacht hat, eine besondere Verantwortung. “Diese Art des Regierungshandelns ist unverantwortlich. Es braucht endlich Klarheit, damit der Campingplatz eine sichere Zukunft hat. Die Menschen in der Region haben ein Recht darauf, dass ihre Anliegen ernst genommen werden – anstatt sie durch bürokratische Willkür in wirtschaftliche Unsicherheit zu stürzen,” fordert Löttge abschließend.
gez.
Mathias Löttge
Fraktionsvorsitzender
gez.
Brunhild Steinmüller
Fraktionsgeschäftsführerin