Die Fraktion Bürger für Vorpommern-Rügen/Freie Wähler/Für Rügen (BVR/FW/FR) schließt sich der Forderung der Bürgerinitiative Lebenswertes Rügen an: Nach dem Scheitern der LNG-Projekte in Stade und Mukran muss die Bundesregierung endlich die Konsequenzen ziehen und die Regasifizierungseinheit „Neptune” aus dem Fährhafen Mukran abziehen.
„Die gesamte LNG-Strategie der Bundesregierung ist ein teures Fiasko. Erst wurde unter dem Vorwand einer angeblichen Gasmangellage ohne Umweltprüfung und ohne wirtschaftliche Sinnhaftigkeit eine neue Infrastruktur errichtet – jetzt stellt sich heraus, dass sie überflüssig ist. Das ist Politik gegen Bürgerinteressen und gegen die Natur,” kritisiert Dr. Carmen Kannengiesser.
LNG-Projekte auf Kosten von Mensch und Umwelt
Die überhasteten Entscheidungen der Ampelregierung haben nicht nur Millionen Euro an Steuergeldern verschwendet, sondern auch die Umwelt Rügens unnötig belastet.
„Es ist ein Skandal, dass die Bundesregierung den Schutz unseres einzigartigen Küstenraums ignoriert hat. Weder Klima- noch Meeresschutz wurden ausreichend berücksichtigt. Während andere LNG-Terminals nun eingestampft werden, hält man an Mukran fest – das ist absolut nicht nachvollziehbar,” erklärt Fraktionsvorsitzender Mathias Löttge.
Forderung: Sofortiges Ende des LNG-Projekts in Mukran
Die Fraktion BVR/FW/FR fordert die Landes- und Bundesregierung auf, endlich auf die berechtigten Proteste der Bürgerinnen und Bürger zu hören:
- Sofortige Stilllegung der „Neptune” in Mukran – Ein Weiterbetrieb ist nicht nur ökologisch fragwürdig, sondern wirtschaftlich unsinnig.
- Transparenz und Aufklärung – Die Entscheidungskette rund um die LNG-Projekte muss kritisch aufgearbeitet werden.
- Zukunftsperspektiven für den Standort Mukran – Statt einer gescheiterten LNG-Infrastruktur braucht die Region nachhaltige wirtschaftliche Entwicklungskonzepte, die Tourismus, Naturschutz und die Interessen der lokalen Bevölkerung berücksichtigen.
„Die Bundesregierung kann nicht weiter die Augen vor der Realität verschließen. Die Fehlentscheidungen der letzten Jahre müssen korrigiert werden – und das bedeutet, dass auch Mukran kein LNG-Standort bleiben darf,” so Löttge abschließend.
gez.
Mathias Löttge
Fraktionsvorsitzender
gez.
Brunhild Steinmüller
Fraktionsgeschäftsführerin